Frauenarzt am Potsdamer Platz

Frauenärzte am Potsdamer Platz

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Empfängnisverhütung

Ein sicherer Schutz (Kontrazeption) vor ungewollter Schwangerschaft ist durch eine Vielzahl von modernen Methoden möglich. Besteht kein Kinderwunsch, sollte eine Schwangerschaftsverhütung erfolgen, um die mögliche Konsequenz einer ungewollten Schwangerschaft, die Schwangerschaftsunterbrechung ( medikamentös oder operativ - Absaugung), zu vermeiden.

Die häufigst angewandten Methoden sind die Einnahme der Pille und die Einlage der Spirale ( Hormonspirale, Kupferspirale). Als hormonelle Methode ist auch die "3-Monats-Spritze" ein bewährtes Verfahren. Daneben stehen seit einigen Jahren auch das Implanon, der Nuva-Ring, das Verhütungspflaster, die Kupferkette Gynefix und neuestens der Kupferball zu Verfügung, wobei in letzter Zeit der Trend zur hormonfreien Verhütung nicht zu übersehen ist..

Ist die Kinderplanung abgeschlossen, besteht auch die Möglichkeit der Tubensterilisation (Eileiterdurchtrennung), die von uns ambulant durchgeführt wird.

Kombinierte hormonelle Kontrazeptiva (KHK)

Pillen und andere Verhütungsmittel mit Östrogenen und Gestagenen und das Risiko für Blutgerinnsel / Thrombose oder Emobolie / Thrombophilie

Alle kombinierten hormonalen Kontrazeptiva erhöhen das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels. Auch wenn das Gesamtrisiko für das Auftreten eines Blutgerinnsel unter Anwendung eines KHK gering ist, können Blutgerinnsel zu schwerwiegenden Problemen führen. Daher ist es besonders wichtig, dass Sie erkennen, wann Sie ein höheres Risiko für ein Blutgerinnsel haben, auf welche Anzeichen und Symptome Sie achten sollten und welche Maßnahmen Sie dann ergreifen müssen.

Wann ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels am Größten?

  • im ersten Jahr der Anwendung eines KHK (auch dann, wenn Sie nach einer Unterbrechung von 4
    Wochen oder mehr die Anwendung wieder aufnehmen)
  • wenn Sie stark übergewichtig sind : BMI über 30
  • wenn Sie älter als 35 Jahre sind
  • wenn Sie rauchen
  • wenn bei einem Ihrer nächsten Angehörigen in relativ jungen Jahren (d.h. <50 Jahre) ein
    Blutgerinnsel aufgetreten ist -> Gefäßverschluss im Bein (Thrombose), in der Lunge (Lungenembolie)
    oder anderen Organen, Schlaganfall oder Herzinfarkt)
  • wenn Sie vor wenigen Wochen entbunden haben
  • wenn eine genetisch bedingte Gerinnungsstörung vorliegt (Thrombophilie)

Wenn Sie einen der o.g. Risikofaktoren haben, wird Ihnen dringend geraten ein anderes Verhütungsmittel anzuwenden (siehe unten).

Wann sollten Sie ärztliche Hilfe aufsuchen?

  • bei starken Schmerzen oder Schwellungen eines Beins, die begleitet sein können von
    Druckschmerz, Erwärmung oder Änderung der Hautfarbe des Beins, z.B. aufkommende Blässe, Rot- oder
    Blaufärbung. Es könnte eine tiefe Beinvenenthrombose sein.
  • plötzliche unerklärliche Atemlosigkeit/Atemnot oder schnelle Atmung, starke Schmerzen in der
    Brust, welche bei tiefem Einatmen zunehmen können; plötzlicher Husten ohne offensichtliche Ursache,
    bei dem Blut ausgehustet werden kann. Sie könnten an einer schweren Komplikation einer tiefen
    Beinvenenthrombose leiden, die Lungenembolie heißt. Diese entsteht, wenn das Blutgerinnsel vom Bein
    in die Lungengefäße wandert.
  • Brustschmerzen (plötzlich auftretend), aber auch manchmal nur Unwohlsein, Druck, Schweregefühl
    vom Oberkörper in den Rücken, Kiefer, Hals und Arm ausstrahlende Beschwerden zusammen mit
    Völlegefühl, Verdauungsstörungen oder Erstickungsgefühl, Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder
    Schwindelgefühl. Es könnte ein Herzinfarkt sein.
  • Schwäche oder Taubheitsgefühl des Gesichts, Arms oder Beins, die besonders auf einer
    Körperseite ausgeprägt sind; Sprach- oder Verständnisschwierigkeiten, plötzliche Verwirrtheit,
    plötzliche Sehstörungen oder -verlust, schwere oder länger anhaltende Migräne/ Kopfschmerzen. Es
    könnte ein Schlaganfall sein.

Alternative Verhütungsmittel

  • Kupferspirale / Kupferkette Gynefix
  • Hormonspirale (Mirena, Jaydess)
  • Hormonstäbchen (Implanon)
  • Dreimonatsspritze ( Sayana, DepoClinovir)

Infoflyer - Thrombophilie

 

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Frauenarztpraxis Dr. med. M. Kiewski & Dr. med. W. Hirsch - Alte Potsdamer Strasse 7 - 10785 Berlin Kontakt | Impressum